Der Weg

Was ist das überhaupt, ein spiritueller Weg, und wann fängt er an?


Nach meinem derzeitigen Verständnis und Wissenstand beginnen wir unseren spirituellen Weg hier auf der Erde bereits mit unserer Geburt. Der mentale Aspekt unseres Seins (Verstand) ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeprägt. Durch das Aufnehmen und Sammeln von Informationen entsteht unsere persönliche Wirklichkeit, die von unserer Umwelt sehr stark geprägt wird. Hier entstehen dann auch Konditionierungen, die oftmals unser Ego sehr in den Vordergrund stellen und wir deshalb vergessen, daß unser menschliches Sein aus mehreren Aspekten besteht und daß die Schöpfung, also alles was existiert, miteinander verbunden ist. Weder mein Elternhaus noch die Religion haben mir dieses wichtige Wissen vermitteln können, dessen ich mir nun, in den älteren Jahren gewahr bin. Rückblickend kann ich sagen, daß mein spiritueller Weg, der Weg des Wissens oder auch der Weg mit dem Herzen, welche Bezeichnung man auch immer damit verbinden mag, nicht irgendwann einfach begann und sich dann kontinuierlich hinzog, sondern daß er durch viele kleine und auch größere Ereignisse geprägt wurde. Viele Mosaiksteinchen fügten sich über die Jahre zusammen und ergaben ein Bild, das bis heute noch nicht komplett fertiggestellt ist.

Nach oben

Schäferhund

Der treue Begleiter


Zu den ersten dieser Mosaiksteinchen gehört sicher die innige Verbundenheit mit einem Schäferhund. Als ich geboren wurde hatten meine Eltern einen Schäferhund, der mit in der Wohnung lebte. Dieses Tier hatte mich voll als neues Mitglied der Familie akzeptiert und wurde zu meinem Freund und Bewacher, ja sogar zu meinem Helfer und Lehrer. Ich hatte gerade das Stehen gelernt und um vorwärts zu kommen hielt ich mich im Fell des Hundes fest, der dann mit mir langsam umherging. Diese tiefe Verbindung, die ich zu dem Hund aufgebaut hatte, wahrscheinlich war es genau umgekehrt, wirkt bis heute nach. Nach wie vor fühle mich mit dieser Tierart sehr verbunden. Doch das, was durch diese frühkindliche Mensch-Tier-Verbindung geblieben ist, zeigt sich im Wissen und Verständnis daß alles miteinander verbunden ist und miteinander kommunizieren kann.

Nach oben

Medizinschild

Parallelen


Als ich einen Vortrag eines mexikanischen Schamanen besuchte, wurde dieser in der anschließenden Diskussion gefragt, wie man schamanischen Fähigkeiten erhält. Er sagte, daß er und viele Schamanen die er kenne in ihrer Kindheit gelernt haben den Körper zu verlassen, da sonst die Schmerzen diurch Prügelstrafen nicht auszuhalten gewesen wären. Schlagartig kam ein Teil meiner verdrängten Kindheit wieder hoch, in dem ich die gleichen Erfahrungen hatte.


Nach oben

Teich

Naturnah


Heute frage ich mich ob es eine besondere Gnade war, am Ortsrand eines kleinen Städtchens aufzuwachsen. In meiner Kindheit hatte ich noch die Gelegenheit, mich spielerisch, ohne Reglementierung, mit der Natur auseinanderzusetzen. Ob das nun in dem aufgelassenen Steinbruch war in dessen Hang wir uns, hinter einem Busch eine Höhle gegraben hatten, oder auch aus den Felswänden Steine klopften, oder ob das in den Büschen war, von denen ganz viele dicht an dicht standen und wir uns mitten darin ein Lager gebaut hatten. Im Winter, als auf den Teichen das Eis dick gefroren war, kam die Brauerei um es in Stücke zu sägen und in ihre Keller zu transportieren. Wir Kinder benutzten die Eisschollen als Floße und schwammen mit Hilfe eines Steckens auf dem Teich herum. Kein Geschimpfe kam von den Brauereiarbeitern, wir wurden einfach akzeptiert. Und was machte es schon, daß ich dabei ausrutschte und bis zum Bauch ins Wasser eintauchte. Man zog mich einfach wieder raus und schickte mich nach Hause. Die fünfhundert Meter dorthin waren dann aber doch etwas beschwerlich, denn auf der Hälfte der Strecke war meine Hose bereits stocksteif gefroren. Im Herbst wenn die Fischteiche abgelassen wurden, waren wir Kinder natürlich auch dabei, wir halfen mit, bis zu den Knien im Schlamm stehend, die Fische einzusammen. Auf Bäume klettern durfte man auch noch. Und wenn ich mich mal verletzte, dann nahm ich Breitwegerich- oder Sauerampferblätter und legte sie auf die Wunde, das half. Dieses Wissen war einfach da, ohne dass man es mir erklärt hatte. Ja als Kind konnte ich noch einfach über eine Wiese gehen, ohne befürchten zu müssen, dass gleich wutentbrannt ein Bauer angerannt kommt und etwas von Ernteeinbuße faselt, wie ich es vor wenigen Jahren erlebte. Es schmerzt mich, wenn ich sehe, daß die meisten Kindern heute die Natur in all ihren Aspekten nicht mehr alltäglich erleben können, viel zu viel Zeit geht mit den Hausaufgaben drauf und mit den oft übersteigerten Ansprüchen der Eltern, was ihre Kinder zusätzlich noch alles machen müssten, Ballett, Musikuntericht, Sport in allen Facetten am besten hin zur Profikarriere. Kein Wunder dass immer mehr Menschen der Boden unter den Füßen fehlt.

Nach oben

Klosterleben


Die ersten drei Jahre meiner Gymnasialzeit verbrachte ich in einem Kloster, das von Augustiner-Mönchen bewohnt war. Es war keine einfache Zeit hinter hohen Mauern eingesperrt zu sein, deren Tore sich nur einmal pro Woche für 2 Stunden öffneten. Der Unterricht fand im Kloster statt. Es gab einen streng geregelten Tagesablauf: Aufstehen, Waschen, Gottesdienst, Frühstück, Unterricht, Mittagessen, ein bischen Freizeit, Studienzeit, Abendessen, Gottesdienst, wieder ein bischen Freizeit, Schlafengehen. Durch den häufigen Gottesdienst bekam ich ein Gefühl für Zeremonien und Rituale, doch am meisten Freude hatte ich wenn es mal eine Schubert-Messe gab oder Choräle gesungen wurden. Da war ich dann wirklich im Einklang mit der göttlichen Energie. Die Klosterkirche, die neben guter Energie auch noch eine schöne Akustik und eine gute Orgel hatte, wurde oft von Orgelspielern zum Üben besucht und man durfte in seiner Freizeit zuhören wenn man wollte. Dieses Angebot nahm ich immer wieder gerne an. Das Bild das ich von den Ordensleuten hatte, nämlich, dass diese gütige und im Enklang mit Gott und Christus lebende Menschen seien, bestätigte sich bis auf wenige Ausnahmen, nicht. Die meisten waren authoritär und teils agressiv. Prügel waren an der Tagesordnung. Und doch gab mir dieser Ort die Möglichkeit einen orthodoxen Mönch kennenzulernen, der mir wie ein Heiliger vorkam. Auch hatte ich im Kloster den ersten Kontakt zu farbigen Menschen aus Afrika. Zurückblickend muss ich diese Zeit doch als ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg zum Erkennen meiner Spiritualität betrachten.

Nach oben

KD

Zeit des Umbruchs


Die 68er und die Jahre danach gingen auch an mir nicht spurlos vorrüber. Authorität und Moral, so wie sie bis dahin bestand, wurde in Frage gestellt. Mir tun heute noch manche Lehrer leid, wenn ich zurückblicke, wie hilflos sie dastanden, weil wir ihnen keine Macht mehr über uns gaben. Mit ein paar Freunden zusammen gründeten wir eine Kommune, das heißt, wir mieteten uns eine Wohnung in der wir in unserer Freizeit hausten, und wir hatten viel Zulauf. Die meiste Zeit verbrachten wir jedoch draussen in der Natur. Wir erkundeten unsere nähere Umgebung, die übersäht war von interessanten Geländeaspekten wie Felsrücken mitten im Wald, wunderschöne Täler, Flüsse mit kleinen Wasserfällen, etc., eben eine typische Mittelgebirgslandschaft. Diese neue Zeit brachte natürlich auch Probleme mit sich. Viele Eltern verstanden ihre Kinder nicht mehr. Wie es dazu kam, daß ich dann zum Ratgeber meiner Freunde wurde, für die Probleme, die sie mit ihren Eltern hatten, kann ich nicht merhr nachvollziehen, es ergab sich einfach. Doch meist hatte ich Lösungen die gut funktionierten. In manchen Fällen redete ich direkt mit den Eltern und konnte ihnen die Angst um ihre Kinder nehmen, oder zuminderst verkleinern. Naja, Kinder in dem Sinne waren wir ja nicht mehr, die meisten waren schon über 18 und wild sahen wir aus, mit langen Haaren und Bärten. Ob es wohl daran lag, daß ich in dieser Zeit mit meinen Eltern sehr gut auskam, sie hatten volles Vertrauen in mich, es gab nie Ärger wie ich ihn von anderen Eltern kannte. So halfen sie mit, daß ich für andere da sein, und meine Gabe, in andere Menschen hineinzuspüren, einsetzen konnte. In dieser Zeit freundete ich mich auch mit einigen amerikanischen Soldaten an, die direkt aus dem Vietnamkrieg kamen. Nächtelang hörte ich ihnen beim Erzählen ihrer Erlebnisse in diesem Krieg zu. Was ich zu hören bekam schmerzte sehr. Was mussten diese Menschen, die so alt wie ich waren, unfreiwillig alles durchmachen! Aber nicht nur vom Schrecken des Krieges erfuhr ich, sondern auch vom Leben der Menschen in den USA. Da einer dieser Freunde indianischer Abstammung war, bakam ich auch einiges über die Behandlung der Nativen Amerikaner durch die Regierung mit. Das fühlte sich nicht viel anders an, als die Erzählungen über den Krieg. Rückblickend, war das eine Zeit die mich sehr prägte, insbesondere in Bezug darauf, wie man anderen Menschen helfen kann, indem man zuhört, sich in ihre Sorgen und Nöte hineinfühlt und ihnen neue Wege aufzeigt.

Nach oben

Erwachen


Es folgte eine Zeit der Suche. Ich spürte eine Energie in mir die irgendwie heraus wollte. Was das nun genau für eine Energie war, davon hatte ich keine Ahnung. Eine Bekannte, die gerade ihre Ausbildung zur Krankengymnastin machte, bat ich, mir ihr erlerntes Wissen bezüglich des Massierens beizubringen. Beim Anwenden des Erlernten bei Freunden und Bekannten, stellte sich dann heraus, daß noch etwas anderes wirkte als das reine Massieren. Viele der Behandelten, behaupteten, daß meine Hände sehr heiß seien. Obwohl ich auch diese Hitze, die aus meinen Händen floß, spüren konnte, fühlten sich meine Hände normal temperiert an. Etwas später stellte ich fest, daß diese Energie, die aus meine Händen kam, auch gut war um Kopfschmerzen zu lindern, ja sogar ganz aufzuheben. Als dann später die Kinder kamen, konnte durch Handauflegen so manches Wehwehchen ziemlich rasch gelindert werden. Heute bin ich mir sicher, daß alle Eltern, diese Fähigheit des Heilens haben, zumindest in der Zeit, in der die Kinder noch klein sind. Aber wieder zurück zum chronologischen Ablauf. Es kam die Zeit, in der ich anfing, die Energie von Menschen spüren zu können, und damit meine ich die Energie von 'wildfremden' Leuten. Dieses Spüren wurde immer stärker und ging dann im Laufe der Zeit soweit, daß ich Menschenansammlungen mied, weil das, das bei mir ankam, kaum auszuhalten war. Durch einen vollbesetzten Biergarten zu gehen fühlte sich an, als ob ich durch einen zähen Schlamm waten müsste. Später lernte ich, diese Energieen nicht mehr an mich heranzulassen. Die Entwicklung der Energiegspürigkeit, wenn ich das mal so nennen darf, fiel in eine Zeit, in der ich beruflich sehr viel draussen in der Natur zu tun hatte. Draussen im Gelände, konnte ich feststellen, daß es Plätze gab, an denen ich mich wohl fühlte und andere an denen es irgendwie unbehaglich war, also auch hier war die Gspürigkeit gegeben. Zu dieser Zeit begann ich auch mit dem Rutengehen, ich wußte einfach daß ich das kann. Es war aber nicht das klassische Rutengehen mit einer Wünschelrute und ich suchte such keine Wasserquellen. Mal benutze ich einen Meterstab, der, zu einem umgedrehten Wurzelzeichen geformt, mir diente, eine vergrabene Elektroleitung im Gelände zu finden, mal benutzte ich zu Winkeln gebogene Schweißdrähte, die genauso zum Erfolg führten. Es war ein ruheloser Lebensabschnitt. Irgendetwas in mir drängte nach etwas zu suchen, das ich selbst nicht wußte. Ich beschäftigte mich mich Bachblüten, Homöopathie, wendete Ohrkerzen der Hopi an, und wollte mehr über Astrologie wissen, aber es gab noch keine guten, erschwingliche Bücher auf dem Markt. Der Besuch eines Reservates der Cherokee in North Carolina, brachte mich dann erstmals mit der wahren Kultur der Ur-Amerikaner in Kontakt. Die aufgenommenen Eindrücke ließen mich nicht mehr los, ich wußte, die indianischen Kulturen hatten noch viel Informationen für mich. Ein paar alte Bücher, Originale aus der Zeit um 1870, die ich von einem Freund in den Vereinigten Staaten ausgeliehen hatte, gaben mir dann einen erweiterten Einblick in die indianischen Kulturen. Doch dies waren alles historisch-kulturelle Informationen.. Ich suchte nach mehr, nach tieferem Wissen, doch das bekam ich aus den Büchern nicht.
Long Time Travelling und WanderingStar Dann kam ich per Zufall zu einer Therapeutin, die mir helfen sollte, die Trennung von meiner Frau zu verarbeiten. Durch ihre Arbeit, erlangte ich ein völlig anderes Bewußtsein, ja eine Bewußtseinserweiterung. Mein ganzes bisheriges Leben kam mir mehr wie ein Dahinvegetieren, als denn wie Lebendigsein, vor. Die Aufarbeitung der Trennung war nur ein kleiner Teil der Therapie. Bei einer der Sitzungen, während einer Atemübung, erlebte ich das erste Mal einen Kontakt zum geistigen Reich. Ich traf meine Großmutter und umterhielt mich mit ihr. Dieses Aufeinandertreffen war sehr real. Erst konnte ich das gar nicht fassen, doch die Therapeutin riet mir, es einfach so zu nehmen wie es war - als real. Weitere rastlose und unruhige Zeiten vergingen, bis dann ein Ereignis eintrat, das mein Leben und vor allem mein bisheriges Verständnis vom Leben, komplett umkrempelte. Mein zweiter Sohn starb während seiner Geburt. Wer schon mal bei einer Geburt dabei war, kennt vermutlich, dieses unbeschreibliche Glücksgefühl, das einen überkommt, wenn ein Kind zur Welt kommt. Nun, in der Erwartung dieses Glücksgefühls, fuhr ich mit meiner Lebensgefährtin in die Klinik. Doch als dann während der Geburt eine geplatze Ader zwischen Gebärmutter und Plazenta, den Tod des Kindes herbeiführte, war das wie ein Sturzflug vom All bis direkt zum Mittelpunkt der Erde, absolut heftig. Nie zuvor war ich so weit unten. Dann, im Anschluß an die Geburt, als Ruhe im Geburtszimmer eingekehrt war, kam aus dem Nichts plötzlich eine Stimme, so klar, als ob der Redende vor mir stand. Die Stimme stellte sich mit Namen vor, erklärte wieso er zu mir spreche und begann mir von den Zusammenhängen des Lebens im Hier und auf den Geistigen Ebenen, zu erzählen. Als diese Ansprache vorüber war, dachte ich, daß ich wohl jetzt anfangen werde, verrückt zu werden, obwohl ich mir andererseits ganz sicher war, eine reale Stimme gehört zu haben. In der darauffolgenden Zeit versank ich in Literatur über den Tod. Ich las von Kübler-Ross über Thorwaldsen bis zum Tibetanischen Totenbuch alles was ich in die Finger bekommen konnte. Ich hatte von der Stimme, von der ich annahm, daß sie zu meinem verstorbenen Sohn gehörte, ein Wissen erhalten, dessen Beweis ich nun in der Literatur suchte und teils auch fand. Drei Jahre nach dem Erlebnis bekam ich dann über einen spirituellen Kreis die Information, daß tatsächlich mein verstorberner Sohn zu mir gesprochen hatte. Bis dahin liefen mir immer wieder außergewöhnliche Menschen über den Weg, die mir zu dem Erlebten etwas zu sagen hatten.

Nach oben

Ankommen


So, da war nun ein Wissen, was sollte ich damit anfangen, wie sollte ich mit jemanden darüber klar reden können? Das Vokabular, das ich durch die Religion erlangt hatte, reichte nicht aus, bzw. war einfach zu nichtssagend, zu nüchtern, passte einfach nicht zu dem was ich erfahren hatte. Es zog mich weiter zu den Indianern hin. Ich wußte nicht warum, aber ich hatte das Gefühl, daß ich bei denen mit meinem Erlebten gut aufgehoben wäre. Wie gut war es doch daß in der Nähe eine Westernstadt war, in der auch 2 Indianer mitwirkten, einer aus dem Stamm der Cherokee-Choktaw und der andere ein Cheyenne-Halbblut. Und wie gut, daß mein erster Sohn genau in dem Alter war in dem man von Cowboys und Indianern begeistert ist. Die meiste Zeit war ich in dem Mandan-Erdhaus und lauschte den Erzählungen über die Indianer, aus erster Hand. Schon allein die Energie in diesem Bauwerk wat sehr beeindruckend. Für mich war das ein Sakralbau, wie manche Kirche in der ich gewesen bin. Beim Gespräch mit den Indianern stellte ich fest, daß es wesentlich stimmiger war, wenn ich in der englischen Sprache über sogenannte religiöse Themen mich unterhielt. Die Indianer haben keine Religion in allgemeinen Sinn, sie wissen einfach wie die ganze Schöpfung aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Und sie betrachten sich als Teil von dieser Schöpfung und stellen sich nicht über sie. Jedes Jahr kurz bevor die Westernstadt geschlossen wurde, trafen sich in dem Mandanhaus Indianer, die in ganz Europa lebten und von den verschiedensten Stämmen waren, zu einer gemeinsamen Zeremonie.
Die Andacht und Feierlichkeit, die ich hier spüren konnte, hatte ich bis dahin nur hin und wieder in einer Kirche erlebt. Und ich hatte teils sehr regelmäßig und aktiv an vielen kirchlichen Gottesdiensten teilgenommen. Nun hatte ich eine innere Heimat gefunden. Die Verbundenheit mit der Kultur, dem Wissen und der Lebensanschauung der indigenen Völker wurde immer stärker. Schade war nur, daß dann die so nahe gelegene Westernstadt ihre Tore schließen mußte. Von denselben Betreibern wurde unter einem anderen Namen, viel weiter weg, zwei Stunden Fahrzeit, eine neue Westernstadt errichtet, nur wesentlich größer, Pullman City. Auch die Indigenen hatten und haben noch dort ihren Platz, sich jährlich zu treffen. Nun mußte halt ein wenig mehr geplant werden. In Pullman City lernte ich den Blackfoot-Medizinmann Long Time Travelling kennen, der mich in viele Zeremonien eingeweiht hat und nicht müde wurde, mich ständig zu ermahnen, den schamanischen Weg weiterzugehen, auch wenn es kein leichter ist und wird. From the bottom of my heart, I thank you, Devalon!

Nach oben